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1976 - Mamma mia, was für ein Auto! So staunte damals sogar die italienische Presse....
50 Jahre VW Golf GTI im Jahr 2026 Das waren noch Zeiten in der Bundesrepublik: die Porsches fuhren links auf der meist freien Autobahn, die Volkswagen brav rechts. Und dann sowas, mit 182 Km/h ist ein kleiner Volkswagen auf der linken Spur! Zum Teufel auch, dachte der Porsche-Fahrer. Was war geschehen?
Denn nach ihm war nichts mehr so wie früher. Weder für die Konkurrenz – noch für Volkswagen. Hatte der Golf 1 das Unternehmen Mitte der 1970er gerade aus der Krise gefahren, bellte der Golf GTI zusätzlich das Selbstbewusstsein einer von ihm begründeten neuen Fahrzeugklasse aus dem Sportauspuff. So waren sie eben, die 70er: schnell, bunt, unverfälscht. Logisch, dass VW damals so ein heißes Eisen namens GTI ins Feuer warf.
Wie so oft, erst wollte keiner der Volkswagen-Führungsebene einen VW Sportwagen. Das Wort "Sport" galt damals bei Volkswagen ja fast als obszön. Außer zwei Personen.
Einer hieß Anton Konrad, Leiter der VW-Presseabteilung in Wolfsburg. Die andere Person hieß Alfons Löwenberg, ein Opel-Mann und Ingenieur, der zu VW wechselte. Beide hatten Motorsport-Ambitionen. Nach geheimen (!) Treffen, Besprechungen und vielen Rückschlägen war es irgendwann soweit. Gunhild Liljequist, die erste Frau in der VW-Design-Abteilung bekam 1975 den Auftrag, etwas Sportliches für den VW Golf 1 GTI zu kreieren. 1975 in Frankfurt auf der IAA und 1976 der Verkaufsstart - aber die Verkaufsstrategen- und Experten behielten doch recht mit ihrer Prognose, VW werde "keine 500 Stück" vom Golf 1 GTI verkaufen. Denn es verkauften sich über 460.000 GTI.
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