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28 Wüstenwinde im VW-Museum

Sonderschau im Automuseum Volkswagen: „Wüstenwinde aus Osnabrück. VW Scirocco & Corrado.“ Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Sonderschau im Automuseum Volkswagen: „Wüstenwinde aus Osnabrück. VW Scirocco & Corrado.“ Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Sonderschau im Automuseum Volkswagen: „Wüstenwinde aus Osnabrück. VW Scirocco & Corrado.“ Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Volkswagen Scirocco, 1973. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Volkswagen Scirocco II. Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

VW Corrado G60 16V (1989). Foto: Auto-Medienportal.Net/Volkswagen

Im Automuseum von Volkswagen in Wolfsburg wehen „Wüstenwinde aus Osnabrück“: Bis zum 18. August läuft dort die gleichnamige mit über 20 Scirocco und Corrado. Neben Serienmodellen sind Prototypen, Unikate, Umbauten und motorsportliche Exponate ausgestellt. Mit Einführung der so genannten Neuen Modellgeneration Anfang der 1970er Jahre brachte Volkswagen auch ein sportives Coupé auf den Markt: den Scirocco.

Die Basis bildet der Golf I, der ungewöhnliche Name ist einem Sahara-Wind entlehnt, und das italienisch-schicke Design stammt von Giorgio Giugiaro. Karossier Karmann in Osnabrück war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt, dort lief das Auto auch vom Band.

Ziel war es, mit dem Wagen junge Käufer für die Marke zu gewinnen. Die Strategie ging auf: Vom Serienstart 1974 bis zum Auslaufen der ersten Generation wurden über 500 000 Exemplare verkauft – gleich zu Beginn mit drei Motorvarianten und zwei stylischen Frontansichten, zu denen sich 1976 noch die GTI-Version mit 110 PS gesellte. Auch der Nachfolger konnte beim Kunden punkten. Das Design des windschnittigeren Scirocco II mit dem typischen Heckspoiler entwarfen die Wolfsburger dieses Mal selbst. Das Motorenangebot wurde breiter und reichte bis zum 16V. Begehrt bis heute sind die zahlreichen Sondermodelle wie der White Cat oder der Scala.

Seine Fortführung fand der Scirocco im Corrado, der Ende 1988 sein Debüt gab. Der „neue“ Name resultiert aus einer überarbeiteten technischen Konzeption auf der Plattform des Golf II und dem relativ hoch angesetzten Preisniveau. Obwohl mit technischen Raffinessen wie den leistungsstarken G60- und VR-Motoren und dem selbstausfahrenden Heckspoiler ausgestattet, war der ebenfalls in Osnabrück gefertigte Corrado nicht so erfolgreich wie erhofft. 1995 wurde die Produktion eingestellt. Über 20 Jahre später wagte Volkswagen die Wiederaufnahme des Scirocco in der dritten Generation, zunächst mit der Studie Iroc. Das Serienmodell lief dann ab 2008 im portugiesischen Setúbal vom Band.

Die Ausstellung „Wüstenwinde aus Osnabrück. VW Scirocco & Corrado.“ zeigt die Historie dieser Modellreihen auf – inklusive Einzelstücken wie dem Lifestylekombi Sciwago, dem Corrado Magnum, Cabrio- und Hochleistungsvariante. Insgesamt 28 Exponate sind im Automuseum – eine Rekordzahl.

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