Von Null auf 100 in einer Minute! Ja, ja, das war es dann mit dem Käfer Diesel. Dazu dieser Lärm von hinten. Und Ruß.... Foto: Archiv/Porsche
Die Porsche-Ingenieure beließen es beim Boxer-Prinzip. Es entstanden Anfang der 50er-Jahre zwei Prototypen mit 1,3-Liter-Motor und knapp 25 PS. Foto: Archiv/Porsche-Museum
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Anfang der 50er Jahre war der Diesel noch eine eher exotische Antriebsform für Personenwagen. Daimler-Benz hatte zwar bereits 1937 mit dem 260 D die erste Limousine mit dem Selbstzünder auf den Markt gebracht, doch es blieb eher die Ausnahme. Nach dem Krieg folgten einige weitere Mercedes-Modelle, auch Borgward wagte sich in die Nische des um ca 35% günstigeren Treibstoffes Diesel statt Benzin. Und selbst Volkswagen dachte über einen Diesel für den Käfer (!) nach.
Die Konstruktion wurde 1951 an Porsche übertragen. Die Porsche-Ingenieure beließen es beim Boxer-Prinzip. Es entstanden Anfang der 50er-Jahre zwei Prototypen mit 1,3-Liter-Motor und knapp 25 PS. Von 0 auf 100 km/h ging es in mühsamen 60 Sekunden. Na, sagen wir lieber - eine Minute (!) für von Null auf 100. Die Geräusch- und Rußentwicklung bekamen die Ingenieure auch nicht in den Griff.
Und das beste Qualitätskriterium: Selbst ein Dieb, der einen der beiden Käfer-Versuchsträger gestohlen hat, ließ das Auto offenbar genervt nach nur wenigen Kilometern einfach wieder stehen. 1955 wurde die Idee eines VW Käfer 1,3 Diesel dann endgültig fallen gelassen.
(Auto-Medienportal)